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Schamanische Welt von Beatrice Styger

Schamanische Welt von Beatrice Styger

Teil 1 - Warum Schamanismus heute?

Ende April 2021 ist es soweit. Unser E-Learning «Schamanismus» ist erhältlich!

Wir starten mit dem ersten E-Learning «Schamanismus». Ein modernes Konzept energiemedizinischer Heilkunst, aufbauend auf den alten Heilpraktiken der Schamanen.

Der Begriff Schamanismus, der von westlichen Anthropologen geprägt wurde, fasst eine Reihe von Techniken zusammen, die es erlauben, das eigene Bewusstsein willentlich zu erweitern und damit bewusst eine Brücke zu schlagen zwischen der physischen Welt und der Welt der Visionen, Informationen und Spiritualität.

Jede junge Generation kämpft ihrem Zeitgeist entsprechend für eine bessere Welt. Die junge Generation von heute macht sich stark für die Umwelt. Dem Schamanischen Zeitgeist entsprechend.

Schamane und Schamaninnen leben in Verbundenheit mit der Mutter Erde. Wir sind ein Teil der Mutter Erde und unsere eigene Gesundheit geht über das Wohlbefinden unserer Natur.

Ich bin 64 Jahre alt und seit 30 Jahren in der Alternativmedizin tätig. Die medizinische Massage war mein Einstieg in die Komplementärtherapie. Dann lernte ich Naturheilpraktikerin, Kinesiologin, Homöopathin und arbeitete später mit Mensch und Tier. Schamanismus lernte ich viel später kennen.

1997 war ich für 6 Monaten In Tucson Arizona bei Richard D.Utt und liess mich zur Kinesiologin «Applied Physiology» ausbilden. Via Richard lernte ich einen Schamanen kennen und es begann eine lange Freundschaft. Gegenseitig tauschten wir unser Wissen in der Naturheilkunde aus. Ich lernte durch ihn einen neuen Ansatz des Heilens kennen.

Auch wir in Europa kennen diese Art zu heilen.

Diese zeigen sich in Märchen, Volksbräuchen und der traditionellen (Kräuter)Heilkunde.

Zum Beispiel das Märchens von Frau Holle ist die perfekte Beschreibung einer klassischen schamanischen Einleitung eines Rituals und spiegelt, wie viele andere Märchen auch, die Sichtweise, dass alles belebt und beseelt ist und über ein Bewusstsein verfügt.

So bitten beispielsweise die Brote im Ofen Goldmarie darum, sie herauszunehmen, weil sie sonst verbrennen.

Oder auch die Geschichte der 7 Zwerge ist ein gutes Beispiel, wo schamanische Rituale eine elementare Rolle spielen.

Alle Schamanen haben ein bestimmtes Grundverständnis zur Welt, das heisst ein gemeinsames Weltbild, das sich wie folgt erklärt.

  1. Es gibt ein universelles Netz der Kraft (im Englischen „Web of Power“), das alles Leben unterstützt und erhält.
  2. Alle Elemente der Umgebung sind lebendig und haben ihre Kraftquelle in der spirituellen, geistigen Welt (die moderne Forschung würde sagen „im Bewusstsein“).
  3. Da alles lebendig ist, verdient es den höchsten Respekt und einen umsichtigen Umgang, um Harmonie und Gesundheit zu erhalten.
  4. Alle Lebensformen sind miteinander verbunden. Die Pflanzen, die Tiere, Steine und wo weiter. Die gegenseitige Unterstützung und Balance ist lebenswichtig für das Überleben der Menschheit.

Ziel ist es, das als universell empfundene Wissen in der westlichen Welt wieder aufzugreifen und begreifbar zu machen.

„Wir brauchen uns nicht die Rituale nativer Traditionen anzueignen, um den Schamanen in uns wieder zu erwecken. Er schläft in unserer Seele. Die spirituellen Kräfte und Fähigkeiten gehören zum Menschsein.“

Damit soll der Schamanismus als Bewusstseinstechnik auch für westliche Menschen zugänglicher werden.

Aber natürlich ist es immer eine gewisse Gratwanderung – und das gilt für alle modernen Richtungen des Schamanismus zu versuchen, die Essenz des Schamanismus zugänglich zu machen, ohne völlig beliebig oder gar „kuschelig“ zu werden, denn Traditioneller Schamanismus ist alles andere als das.

Schamanismus heute wird nicht mehr in der ursprünglichen schamanischen Gemeinschaft gelebt, wie vor tausende von Jahren. Wir leben nicht mehr in der Wildnis. Jedoch hat der Mensch das alte Wissen tief in seinem Inneren. Das heisst, es ist in sein Inneres verlegt.

Wir sollten uns von der Idee, dass Schamanismus heute nur in wilden und oftmals bizarren Tänzen und bunten Gewändern durchgeführt werden kann, verabschieden. Um den Kontakt mit der anderen Welt und ihren Kräften herzustellen, können wir Schamanismus auch in Blue Jeans betreiben. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass weder der traditionelle Schamanismus mit all seinen grossen kulturellen Unterschieden, noch der Schamanismus heute irgendwie authentischer oder echter ist.

Beide arbeiten mit einer universellen, offensichtlich in der menschlichen Psyche verankerten Fähigkeit, das eigene Bewusstsein willentlich zu erweitern und dadurch auf normalerweise nicht zugängliche Informationen zuzugreifen.

Das Schamanische Weltbild

Es ist für mich immer wieder verblüffend die Parallelen zwischen Schamanismus und Erkenntnisse der modernen westlichen Wissenschaft zu sehen.

Weltsicht

Die schamanische Erfahrung dessen, was als „Realität“ bezeichnet wird, ist eine völlig andere als die, die wir kennen.

Auch wenn es kein verbindliches Dogma gibt, teilen alle Kulturen mit einer schamanischen Prägung einige Grundannahmen oder –Erkenntnisse:

  • Alles ist beseelt und belebt (wir würden sagen „im Bewusstsein“), alle Elemente der Umgebung haben ihre Kraftquelle in der spirituellen Welt oder im Bewusstsein.
  • Es gibt einen alltäglichen Aspekt der Realität und einen nicht-alltäglichen (einer so genannten Parallelwelt(en).
  • Es gibt ein universelles Netz der Kraft, das alles Leben unterstützt.
  • Wir sind mit allem integral verbunden und die gegenseitige Unterstützung und Balance ist lebenswichtig für das Überleben der Menschheit .
  • Da alles lebendig ist, (auch ein Stein) verdient alles Respekt, und einen rücksichtsvollen Umgang, um Harmonie und Gesundheit zu erhalten.
  • Alles ist heilig und göttlich.
  • Es gibt spirituelle Helfer, die uns unterstützen. Helfer im Universum, die wir anrufen können.

 

Die Aufteilung der Realität in eine alltägliche und eine nicht-alltägliche Realität, sowie die Existenz spiritueller Helfer.

Alltäglich und nicht-alltägliche Realität

Die schamanische Erfahrung der Wirklichkeit geht davon aus, dass es eine alltägliche und eine nicht-alltägliche Realität gibt.

Die alltägliche Realität

Ist unser Alltag.

Die nichtalltägliche Realität

Sind unsere Träume und nicht materiellen Wahrnehmungen. Es ist auch die Welt der Visionen, Informationen und Spiritualität.

Techniken im Schamanismus

Das Hauptinstrument aller schamanisch Praktikzierenden ist eine willentlich, bewusste und kontrollierte Veränderung oder Erweiterung des eigenen Bewusstseins. Um das zu erreichen, wenden Schamanen ganz unterschiedliche Methoden und Techniken an. Die am häufigsten verwendeten sind:

  • Akustische Methoden (wie Trommeln, Rasseln, Steine, Klangschalen usw.)
  • Oder Singen (oder) und Tanzen
  • Optische Reize (wie Feuer, Flamme usw.)
  • Halluzinogen wirkende Drogen (wie das im Amazonasgebiet verbreitete Ayahuasca oder (bei uns) in der westlichen Welt es die Pilze sind.)
  • Fasten, Isolation in der Wildnis, körperliche oder seelische Prüfungen.
  • Verschiedene Rituale
  • Das Anlegen der eigenen Tracht bzw. die Benutzung zeremonieller Gegenstände wie Trommel, Bogen oder Amulette.

Die am häufigsten angewandten Methoden sind Trommeln, Gesang, rhythmischer Tanz und der Gebrauch von psychoaktiven Substanzen.

Die eigene Tradition wiederzuentdecken, ist aus schamanischer Sicht sehr wichtig, weil wir so auf eine uns ganz eigene genetische Erinnerung, ein tief in der Psyche vergrabenes Wissen zurückgreifen und uns dadurch mit den eigenen Wurzeln rückverbinden können.

Beatrice Styger

Medicus-AG Fachschule für Naturheilkunde - Logo
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Der nächste Informationsabend findet am Mittwoch, 26. Mai 2021 um 18:00 Uhr vor Ort sowie Online statt (Anmeldung erforderlich).Ein spezieller Informationsabend für unsere Tierausbildungen findet am Mittwoch, 05.05.2021 um 18:00 Uhr vor Ort sowie Online statt (Anmeldung erforderlich). ++++
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